Wie kam der Teddybär zu uns?

Kategorie: Spiel und Spaß Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Oktober 2013 Geschrieben von Super User

Ich heiße Teddy, brumm.

Über mich gibt es eine amerikanische Legende und eine deutsche.

Die amerikanische Geschichte behauptet, dass ich meinen Namen durch den Präsidenten von Amerika, Theodore „Teddy“ Roosevelt, erhalten habe. 1902, auf einer Jagd in Mississippi, , bekam er nur ein angebundenes Bären-Baby von den anderen Mitgliedern seiner Jagdgesellschaft zum Abschuss vorgesetzt. Roosevelt weigerte sich, das Bärenbaby zu erschießen. Clifford K. Berryman, ein Karikaturist der Washington Post, hielt diesen Vorfall in einem Bildchen fest. Da Berryman mich in seinen Karikaturen weiter verwendete, wurde der ich zur Symbolfigur des Präsidenten. Die russischen Einwanderer, Morris und Rose Michtom, bastelten mich als Dekoration für das Schaufenster ihres Ladens. Roosevelt persönlich soll ihnen gestattet haben, mich "Teddy's bear" zu nennen. Für eine starke Nachfrage sorgte der Händler Butler Brothers. Darauf gründeten die Mitchums 1903 die Ideal Novelty and Toy Company und schufen einen Gelenk-Teddy.

Die deutsche Legende hat ihren Ursprung in Giengen. Richard Steiff, ein Neffe der deutschen Spielzeugherstellerin Margarete Steiff, entwickelte mich, den ersten Teddybären mit beweglichen Armen und Beinen. Ich (brumm, brumm) wurde Anfang 1903 in die USA geschickt. Dort mochte mich niemand und ich musste zurück nach Giengen. Margarete Steiff stellte mich auf ihren Messestand in Leipzig auf. Ein amerikanischer Vertreter brauchte in letzter Minute ein "Verlegenheitsmitbringsel" und kaufte mich. Der oder die Beschenkte fand mich aber nicht besonders nett (verstehe ich überhaupt nicht) und verschenkte mich weiter, bis ich mich endlich in der Auslage eines Geschäftes wieder fand. Hier entdeckte mich der Sekretär Teddy Roosevelts und nahm mich als Geburtstagsgeschenk für die Tochter Roosevelts mit. Das Mädchen mochte mich auf der Stelle (war doch klar) und taufte mich nach ihrem Vater „Teddy“. Von diesem Moment an wurde ich immer beliebter, und so kam es, dass 1903 auf der Leipziger Frühjahresmesse ein amerikanischer Vertreter bei der Firma Steiff 3.000 Teddybären bestellte.

 
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