Tüpfelhausen vor Ort im Leipziger Westen: Heute mit Michael Weickert

Kategorie: Uncategorised Veröffentlicht am Mittwoch, 21. Mai 2014 Geschrieben von Christoph David Schumacher

Menschen aus dem Kiez: Heute mit Michael Weickert

 

Michael WeickertDass die Menschen wählen gehen, ist Michael Weickert besonders wichtig. „Nur so können wir erreichen, dass Parteien wie die NPD und die AfD aus dem Stadtparlament herausgehalten werden. Der 24jährige Lehramtsstudent ist seit zwei Wochen Vorsitzender des CDU- Ortsverbandes Altwest, der die Stadtteile Lindenaus und Leutzsch umfasst. Weickert will am kommenden Sonntag in den Rat der Stadt Leipzig einziehen. Es wird nicht unbedingt leicht für seine Partei werden, auch wenn er selbst auf dem zweiten Platz der Liste kandidiert. Denn der Ortsverband ist nicht besonders groß, gerade einmal 30 bis 35 Mitglieder zählt er. „Die letzten zwei Jahre war es leider etwas ruhiger bei uns“, gibt er selbstkritisch zu. „Aber wir wollen jetzt wieder wieder loslegen und haben auch eine junge Mannschaft dafür“. „Mehr Flagge zeigen, mehr Präsenz“, hat er für seinen Ortsverband als Losung ausgegeben.

Im politischen Umgang gibt er mal auch den Konkurrenten der Linken Recht, wenn das dem Leipziger Westen hilft. „In Alt-West haben wir nur 5 Stadträte, in Mitte 12. Das wird sich nur ändern und der Leipziger Westen an politischem Gewicht gewinnen, wenn die Wahlbeteiligung steigen wird. Für seinen Kiez, in dem er seit zweieinhalb Jahre lebt, liegt ihm die die Barrierefreiheit am Herzen: „Dass alle Menschen, gleich welchen Alters und Handicaps, die Chance haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Es kann doch nicht sein, dass wir seit Jahren über einen barrierefreien Zugang der Haltestelle am Diakonissen-Krankenhaus diskutieren und nichts passiert“.

 

An Lindenau/Leutzsch liebt Weickert die tägliche gelebte Toleranz. „Ich finde es klasse, dass hier alle Schichten und Flüchtlinge friedfertig nebeneinander leben“. Und noch einen Vorteil hat er an Lindenau entdeckt, hier gibt es in seiner Lieblingskneipe, einer urigen Weinbar, neben Bratkartoffeln mit Sülze auch „Handkäs mit Musik“, seine beiden Lieblingsspeisen. Insgesamt findet er deshalb den Westen „vom Gefühl besser als die Südvorstadt“.

 

Einen guten Kontakt zu den Vereinen hat er sich als Ziel ausgegeben. „Denn um die Wichtigkeit von Kitas und Schulen weiß doch jeder“, da will er nicht phrasendreschend daherkommen. Dabei hegt er jedoch einen Wunsch „die Kitas sollen ideologiefrei sein“. Und ideologiefrei verhält er sich auch gegenüber der eigenen Mutterpartei. „Ich kritisiere auch notfalls mal die eigenen Leute im Land, wenn die Dinge nicht so laufen“.

 

Privat ist Weickert Familienmensch und lebt mit Freundin und zwei Hunden zusammen. „Neben der Politik, meiner großen Leidenschaft, grille ich auch mal gerne mit einem kühlen Blonden in der Hand“. Privat wie politisch hält er es getreu seines Lebensmottos „Blick nach vorne“.

 

 

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