Auf den Spuren von Fritz Rudolf Fries

Kategorie: Leipzig wissenswert
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. Oktober 2015
Geschrieben von E. Engelhardt

Literarischer Stadtteilspaziergang durch Leutzsch, am 25. 10. 2015

 

Seine Kindheit und Jugend hat er in Leutzsch verbracht. Er war der Exot unter den DDR-Schriftstellern. Seinen Debütroman bezahlte er mit dem Verlust seiner Arbeitsstelle. Kaum jemand hat die DDR so scharf analysiert wie er. Der Schriftsteller Fritz Rudolf Fries (1935-2014) lebte von 1942 bis 1960 im Leipziger Stadtteil Leutzsch. Dann zog es ihn nach Berlin. Später bis zu seinem Tod lebte er wieder in einem Vorort, in Petershagen vor den Toren der Hauptstadt.

 

In diesem Jahr wäre der Autor mit spanischen Wurzeln 80 Jahre alt geworden. Zeit genug, an den zu Unrecht Vergessenen zu erinnern. In seinen Texten, angefangen mit "Der Weg nach Oobliadooh", haben Leutzscher Begebenheiten, bestimmte Orte und Personen vielfach ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die noch begehbar, nachvollziehbar sind, anhand von Gebäuden, Straßen, aber auch in Form von Leerstellen, Brachflächen, Verlorenem.

 

Unter dem Titel „Inventar der Vorstadt. Fries in Leutzsch“ findet am Sonntag, den 25. 10. 2015, um 15:00 Uhr, ein literarischer Stadtteilspaziergang durch Leutzsch statt.

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Leipzig-Gedichte in der Stadtbibliothek

Kategorie: Leipzig wissenswert
Veröffentlicht am Freitag, 16. Oktober 2015
Geschrieben von E. Engelhardt

„Mit Mick Jagger in Plagwitz“ - ein Abend mit Ralph Grüneberger

 

Ralph Grüneberger liest ein Gedicht. Trotz eines niesel-neblig-kalten Abends, strömten 65 BesucherInnen am Donnerstag, den 15. Oktober 2015, in den Huldreich-Groß-Lesesaal der Leipziger Stadtbibliothek. Hier stellte der Leipziger Schriftsteller Ralph Grüneberger seinen neuesten Gedichtband „Mit Mick Jagger in Plagwitz“, eine Sammlung seiner Leipzig-Gedichte, vor. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Gesellschaft für Zeitgenössische Lyrik e. V. statt, deren Vorstandsvorsitzender Grüneberger ist.

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SV Lindenau 1848 und Stadt Leipzig ehren Dr. Ferdinand Goetz

Kategorie: Leipzig wissenswert
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Oktober 2015
Geschrieben von E. Engelhardt

Lindenauer Turnvater erhält neue Büste auf Denkmalsockel

 

Karin Goetz-Dreher am Grab ihres Urgroßvaters. Am 13. Oktober 2015 jährte sich der Todestag von Dr. Ferdinand Goetz (1826 - 1915), dem Leipziger Turnvater und zweitem Kopf der deutschen Turnerbewegung hinter Friedrich Ludwig Jahn zum 100. Mal. Aus diesem Anlass fanden am gestrigen Dienstag zwei Gedenkveranstaltungen in Lindenau statt, dem Ort wo Goetz die meiste Zeit seines Lebens verbracht und gewirkt hat. Hier ist er auch beerdigt, auf dem Friedhof an der Merseburger Straße.

 

Über 35 Gäste nahmen an der Gedenkstunde teil. Der SV Lindenau 1848, der Sportverein, den Goetz damals 1860 unter dem Namen Männerturnverein Lindenau maßgeblich prägte, lud zu einer Gedenkfeier an das Grab des Turnvaters auf den Friedhof Leipzig-Lindenau ein. „Wer wie wir, als Verein in die Zukunft schreitet, darf die Vergangenheit nicht hinter sich lassen“, mit diesen Worten eröffnete Björn Mencfeld, Pressewart des Vereins, die Veranstaltung. Er wies auf die Bedeutung von Ferdinand Goetz für die Turn-und Sportgeschichte hin sowie auf seine Grundsätze, die noch heute zeigen, dass Sport mehr als nur Körperertüchtigung ist. Die soziale und gemeinschaftliche Seite des Sportlebens wurde durch Dr. Goetz etabliert, der das Turnen zu einer bürgerlichen Angelegenheit machte. Diese Tradition führt der SV Lindenau 1848 weiter fort und verpflichtete sich, die Pflege des Goetz-Grabes dauerhaft zu übernehmen. Dabei entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, das ausgerechnet die Fußballsparte des Vereins, einer Sportart der Goetz keine Durchsetzungsfähigkeit in Deutschland zutraute, das Andenken an den Turnpionier aufrechterhält.

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Gedenken an die Lindenauer Familie Kohs

Kategorie: Leipzig wissenswert
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. Oktober 2015
Geschrieben von E. Engelhardt

Gunter Demnig verlegt neue Stolpersteine in Leipzig

 

Gunter Demnig (rechts) in der Endersstraße 3. Bereits das zweite Mal in diesem Jahr, ist der Bildhauer Gunter Demnig heute in Leipzig unterwegs gewesen und verlegte neue Stolpersteine, die an Opfer des nationalsozialistischen Terror- und Gewaltregimes erinnern sollen. Vor zwei Häusern im Leipziger Westen setzte er jeweils zwei Messingsteine ein, die Familienmitgliedern der jüdischen Familie Kohs gewidmet sind.

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In der Peterskirche gibt es viel zu entdecken

Kategorie: Leipzig wissenswert
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. August 2015
Geschrieben von E. Engelhardt

Eine Kinderführung mit Geschichte und Geschichten

 

Vor der Peterskirche begann die Führung. Auch in der letzten Ferienwoche finden noch viele Veranstaltungen im Rahmen des Ferienpasses statt. Auf eine ganz besondere Entdeckungstour konnten Kinder am Dienstag, den 18. August 2015, in der Leipziger Südvorstadt gehen. Kurz vor 10:00 Uhr warteten 15 interessierte kleine und große BesucherInnen unter Regenschirmen und Kapuzen am Gaudigplatz. Wer sich in Leipzig auskennt, weiß, dass dort eine große Kirche steht: die Peterskirche. In diese hatte Gemeindepädagogin Sibylle Schicketanz eingeladen, um Kindern „Entdeckungen im Kirchenraum“ zu ermöglichen.

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